"Kleider machen Leute!"
Eine Binsenweisheit aus Gottfried Kellers Tagen. Korrekte Kleidung ist im professionellen Geschäftsumfeld unabdingbar. Trotzdem wird auch heute noch nirgendwo so heftig gesündigt, wie bei der Bürokluft; teils aus Unwissenheit, teils aus Unsicherheit. Dabei müsste man(n) doch bloss die nachfolgenden sieben elementaren Regeln beachten, um nicht in Peinlichkeiten abzurutschen!
Als US-Präsident Ronald Reagan in seinen letzten Amtstagen gefragt wurde, warum er so häufig Anzüge in der unüblichen Farne Braun trage, stotterte er herum. Ein paar Tage später bekam der neugierige Reporter von der Presseabteilung des Weisen Hauses schriftlichen Bescheid: „Der Präsident tragt Braun, weil er die Farbe mag, und weil Braun sich deutlich abhebt von dem sonst üblichen Dunkelblau oder Grau." Richtig beobachtet vom Exwesternhelden, wenn auch reichlich kühn.
Wie nimmt man sich denn nun den mit höheren modischen Weihen gesegneten Vorgesetzten zum Vorbild, ohne bei ihm und den Kollegen als anbiedernder Kopist zu gelten? Indem man die sieben elementaren Regeln des Businessanzugs beachtet.
1. Tragen Sie nie Mokassins zum Anzug - und schon gar nicht zu einem mit Weste oder einem Zweireiher. Man könnte sonst meinen, Sie seien auf dem Kriegspfad. Nur bei sportlichen Kombinationen sind Mokassins eventuell akzeptabel, aber auch dann nicht bei Veranstaltungen in Hallen (z. B. Kongressen) oder bei Meetings am firmeneigenen Konferenztisch.
2. Zu dunkle(re)n Hosen auf keinen Fall weisse Socken! Das ist Schick von gestern. Auf Fotos oder bei TV-Interviews sieht das ausserdem "nackt" aus. Oder wollen Sie wirken wie ein Amateur-Boris, Bademeister oder Zivi?
3. Designerklamotten sollte man zu Vorstellungsgesprächen oder bei Vorträgen nur sparsamst tragen. Sie schaffen böses Blut (,,Kann der sich das eigentlich leisten?") und lassen vermuten, Sie legten auf Äusserlichkeiten mehr Wert als auf innere Vorzüge und notwendige Disziplin.


