Hier ein paar Tricks, um den Businesslunch in Ehren zu überleben - und dennoch nicht als Spielverderber zu gelten!
In ihrem Fitnesswahn haben die Amerikaner den Dry-Martini-Lunch angeschafft, was das „Wall-Street-Journal“ als „Verlust an Charakter“ verklagte. Beim Businesslunch bleiben die Amis heutzutage nüchtern, sie trinken Mineralwasser oder Bloody Mary ohne Mary.
Bei uns stellen sich die Probleme anders dar. Wir haben nie Martinis zum Mittagessen getrunken. Wenn schon Hartes, dann kippten wir - kalt, klar und kräftig - Aquavit oder Dornkaat. Enthaltsame bestehen auf Mineralwasser. Die anderen tranken immer schon Bier und heute mehr und mehr Wein. Aber da der Aperitif im Edelimbiss wie auch im Bistro bis hin zum gehobenen Esslokal üblich geworden ist und man mindestens eine Karaffe von 0,2 Liter Wein wegschluckt (und vielleicht noch einen Digestif), scheint es dringend geboten, die genossene Alkoholmenge zu verrechnen, um den persönlichen Promillegehalt zu kennen und Probleme vermeiden zu können.
Das gilt besonders für Leichtgewichte unter 70 Kilo, die schon mit 35 Gramm Alkohol ihre 0,8 Promille erreichen. 35 Gramm, das sind ein Glas Champagner plus 0,2 Liter Chablis und Cognac. Fangen wir bei Aperitifs an: Champagner hat zw6lf Prozent Al¬kohol, ein Glas demnach 9,6 Gramm.
Berechnungsformel:
Prozente (= 12) mit Alkoholdichte (= 0,8) multiplizieren.
Ergibt die Grammzahl für 0,1 Liter. Trinkt man dagegen einen trockenen Mosel mit Mineralwasser und Zitrone, kommt man auf knapp vier Gramm Alkohol. Das 5-cl-Glas Sherry fino bringt sieben Gramm Alkohol, ein kleines Pils genauso viel.
Beim Wein kann man besser "sparen". Die Faustregel heisst: Weiss- vor Rotwein, und alle deutschen Weine steigen weniger zu Kopf.


